Die Gesetzeslage ist eindeutig: Windenergieanlagen sind in Deutschland nur dann zulässig, wenn die Planer durch unabhängige Gutachten nachweisen können, dass ansässige Tiere nicht in ihrem Bestand gefährdet werden. Grundsätzlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch den Betrieb der Anlagen einzelne Vögel oder auch Fledermäuse zu Tode kommen. Dieses Risiko kann aber auf Grundlage der Gutachten minimiert werden, zum Beispiel durch das Streichen oder Verschieben einzelner Anlagen, Abschaltzeiten oder Ausgleichsmaßnahmen, die gezielt bestimmten Tierarten zu Gute kommen. Mögliche Gefährdungen hängen in erster Linie vom Standort und dem Aufstellungskonzept ab. Gut geplante Windenergieanlagen sind also für Tiere kaum gefährlich. Stromleitungen, Eisenbahn- und Straßenverkehr und vor allem die industrialisierte Landwirtschaft sind weitaus gefährlicher für Vögel.